Verfasst von: Sandro | 30. September 2007

883.000 Meilen = 1.412.800 Kilometer

Diese Zahlen dort oben sind nicht meine zu Fuß zurückgelegten Kilometer in Malaga um eine Wohnung zu finden. Es handelt sich auch nicht um den Abstand von Erde und Mond. Worum diese Zahlen sich wirklich drehen erzähle ich euch am Ende des Textes, denn schließlich handelt es sich hier um eine chronologische Erzählung. Erzählung haben einen Anfang und ein Ende.

Drum beginnen wir mit dem was vor 2 Wochen so geschah. Ah ja. Meine Erholung von der durchzechten Nacht. Ja das dauerte nur bis Mittwoch. Denn wer kam da nun zu Besuch. Die Agnes und Gordon waren von der Partie. Für alle die nicht wisssen wer die zwei sind: Ich hab fast 2 Jahre gemeinsam mit der Agnes ein Badezimmer geteilt. Das verbindet ;) Und der Gordon ihr Freund…

Also was macht man so mit Freunden? Ganz klar. Lecker Essen. Agnes nannte es dekadent. Ich nenne es hochklassig. Über die Beurteilung entbrannte dann eine Diskussion. Vor allem über die Bedeutung von „Dekadenz“… Laut Wiki = kultureller Niedergang… Und ich bitte euch. Würdet ihr ein leckeres als Zeichen eines kulturellen Niedergangs ansehen? Nun ich net. Aber egal. Das Essen war unheimlich lecker. Darüber waren wir uns einig. Es gab einen Tomaten-Mozarella Salat mit echtem Mozarella Käse aus Büffelmilch, dazu leckere Garnelen in Knoblauch angedünstet. Dann im weiteren Kus-Kus mit einer Söße aus frischen Gemüse… Läägger…

So den nächsten Tag kam dann noch die Valerie, meine derzeitige Mitbewohnerin aus Greifswald hinzu. Hab sie ganz überraschend vom Zug abgeholt und wir haben uns beide wie Schneekönige gefreut :D
Dann gabs ein Touri-programm. Einmal quer durch die Stadt und hinauf zum Gibralfaro, eine kleine Festung auf einem Hügel direkt am Zentrum von Malaga. Sehr schöner Blick auf Malaga.

Und abends? Gabs natürlich lecker Essen Teil 2. Diesmal mit frischen Lachs, Reis, Salat und einer Tomatensauce. Als Schmankerl gabs dann eine leckere Nachtischkreation von mir. (Ich liebe Nachtisch machen) Ich nenne es: Vanilleflammerie an Pfirsichscheiben in geschmolzener Haselnussschokolade und einen Hauch von Zimt… Der Hammer…

Soso… Alle lecker und glücklich. Am nächsten Tag wieder Touri-Programm. Diesmal gings raus in den Botanischen Garten. Zu dritt: Valerie, Tina (Freundin vom Spanischkurs) und ich erkundeten allerlei Blumen, Bäume, rochen an duftenden Blüten und erfreuten uns an der Farbenvielfalt. Zu abend gab es dann ein deftiges Resteessen… Hehe… Alles muss weg. Nicht zu vergleichen mit den vorigen Tagen, aber auch sehr lecker. Es war der Freitag abend und zum Abschied von Agnes und Gordon gingen wir abends nochmals baden im Mittelmeer. Klaro kein Ding bei 23°C Wassertemperatur und 25°C Außentemperatur. Um Mitternacht verabschiedeten sich die 2 dann Richtung Valencia.

Und die Valerie und ich? Ja wir fassten den Plan nach Tarifa zu fahren. Was wir dann auch gleich Samstag in die Tat umsetzten. Endlich. Das Land der Träume für alle Kiter, das Mekka für viele Surfer. Und auch für uns 2 in vielerlei Hinsicht eine unvergessliche Zeit. Tarifa war superschön und inzwischen im September sehr ruhig, da es nicht mehr so viel Wind gibt. Der Strand war nicht allzu voll. Von weiten waren sie aber zu sehen. Im Bus zur Mittagszeit angekommen spazierten wir durch das Dörfchen und erkundeten kleine Gässchen, Straßen und den Strand. Tarifa, für alle die nicht komplett Europa im Kopf haben, ist die südlichste Stadt auf dem Europäischen Festland, bis nach Afrika kann man quasi rüberspucken. Außerdem kann man genau hier das Mittelmeer und den Atlantik zugleich sehen. Sehr cool.

Unvergesslich war Tarifa für mich, weil ich hier eine Füllung aus dem Zahn verlor. Wie geil… Aus diesem Grund hatte ich dann das Vergnügen mal eine spanische Zahnarztpraxis von innen zu sehen. Aber zuvor war ich ja noch in Tarifa. Die Valerie und ich wanderten solange die Sonne schien am Strand entlang und machten es uns ca 6km außerhalb von Tarifa gemütlich. Wir hatten keine Lust auf Zeltplatz und so schliefen wir direkt am Strand. Erinnerte mich total an die Radtour von vor 2 Jahren. Mit Meeresrauschen einschlafen, aufwachen und am Morgen zum Aufwachen in die Fluten springen. Auch wieder mal nur geil. Soviele tolle Dinge gibts hier… Dann am Mittag mussten sich unsere Wege trennen. Ich zurück nach Malaga und die Valerie weiter wandern zur Zoe, einer Bekannten von mir, die ich hier kennengelernt habe. Wie ich las ist sie dort auch gut aufgenommen worden.  Die Zoe ist nämlich ne ausgemachte Tarifa-Expertin und Surferin. Da war ich sehr glücklich als ich sie vor 2 Wochen hier in Malaga kennenlernte.

Nun ja. Mein Weg nach Malaga verlängerte sich auf Grund der nicht verkehrenden Busse nach Tarifa erheblich. Und so bin ich mit Sack und Pack wieder 3 Stunden durch den Sand gestapft. Und da mir der Gesprächspartner fehlte tat ich, das was man in langwierigen anstrengenden Situationen so macht. Man lenkt seine Gedanken auf etwas spannendes. Ich hab mir auf dem Weg nach Tarifa eine interessante Geschichte ausgedacht. Sehr cool. Sie heißt: „Die grüne Guerilla“ und handelt von einer Einheit in der Zukunft die gegen übermächtige Großkonzerne kämpft… Und Tarifa ist ihr Stützpunkt… Vielleicht schreib ich das auch mal auf.

Und nun zurück in Malaga am Sonntagabend. Genau vor einer Woche. An dieser Stelle werde ich diese Erzählung leider abbrechen, da mein Magen unheimlich knurrt. Also doch eine Geschichte ohne Ende. Aber um euch unnötiges Kopfzerbrechen zu ersparen sage ich euch was es mit dieser Zahl auf sich hat. Genau  883.000 Meilen hat ein gewisser Chris auf dem Rad zurück gelegt, den ich heute auf dem Berg traf. Wie es zu diesem Treffen kam, warum und weshalb und alle Details in meiner nächsten freien Stunde hier in diesem Blog.

Bis dahin

Sandro


Antworten

  1. Du hast ja ‘nen Schuss… „Die grüne Guerilla“…. ;D

    Liebe Grüße in den etwas wärmeren Teil Europas… :’-(

  2. 6km mit Gepäck können lang werden. Ich fands sehr entspannend… :P

  3. hey, die chris story fehlt noch

  4. stimmt…


Einen Kommentar hinterlassen

Ihre Antwort:

Kategorien