Spanien ist anders. Eine wichtige Erfahrung der letzten Tage. 1. als ich dachte und 2. als der Rest Mitteleuropas.
Zu 1: Ich dachte immer hier ist es sonnig im Sommer. Weit gefehlt. 3 Tage mit Regen, Wind und Sturm haben mich eines besseren belehrt. Ich machte so tolle Erfahrungen wie:
- Zelt im Regen aufbauen
- nicht schlafen koennen weil das Zelt sich im Winde wiegt
- komplett durchnaesst und mit aufgeweichten Haenden ankommen
Zu 2. Im Reste Mitteleuropas (Deutschland, Frankreich, Schweiz…) kann man problemlos mit dem Fahrrad im Zug ueber weite Strecken reisen. Nicht so in Spanien. Es geht wohl aber um eine Strecke von 180 km zurueckzulegen braucht man schon mal 6 Stunden innem Bummelzug. Dazu bekommt man noch grosse Augen von der Auskunft wenn man sagt, dass man sein Rad mitnehmen moechte… Also bleiben noch folgende Moeglichkeiten: Bus, Flugzeug, Auto
Im Bus muss ich mein Rad ungefaehr genauso verstauen wie in einem Flugzeug: Pedale und Raeder ab, Lenker gerade und dann das ganze Rad nochma verpacken. Super. Da kann ich auch gleich fliegen… Da ist natuerlich immer das Problem wie bekomme ich den Krempel zum Flughafen. Das war schon zu zweit mit Felix gerade so zu schaffen. Alleine… Eine Herkulesaufgabe.
Bleibt mir als letzte und fuer mich beste Alternative das Mietauto. Und da ich genug vom Wetter hier habe und ich keine Lust mehr habe mich mit solchen Kram umherzuschlagen werde ich direkt nach Malaga fahren und dort noch eine Runde durch die Sierra Nevada drehen
Jaaa meine neue Liebe: Die Berge. Muss ich doch auskosten solange sie nicht allzu weit weg sind. Die letzten Tage waren auch nicht allzu angenehm hier. Man muss staendig Hauptstrassen fahren, die genau neben der Autobahn entlang fuehren. Dazu bekommt man noch zig Industriegebiete samt Umweltverschmutzung gratis. Alles nicht gerade foerderlich fuer die Stimmung.
Nunja. Dafuer kenn ich jetzt Santander etwas naeher und freu mich drauf morgen runterzuduesen. Mal entspannt 800 km an einem Tag. Ich hoffe nur es regnet nicht wenn ich morgen frueh mein Zelt abbaue. Naja zur not haeng ich es aus dem Fenster waehrend der Fahrt.
So ich schliesse hier meine Ausfuehrungen und freue mich schon auf die wohlweisen Tipps von euch. Vor allem von Arvid…
ps. Inzwischen habe ich auch den „Wilhelm Tell“ von Schiller gelesen. Nicht so blutruenstig wie die Rauber. Eine tolle Geschichte ueber Freiheit und deren Bedeutung. Nun ist mein Lesestoff ausgegangen. Zum Gluecke jedoch fand ich eine kleine Buchhandlung in den Nebenstrassen von Santander die auch deutsche Buecher fuehrte. „Die Physiker“ von Duerrenmatt werdens sein.



Was, keine Räder im Zug erlaubt? Natürlich habe ich hier einen Tipp für dich: Das nächste Mal sagst du nicht, du hättest ein Fahrrad mit Fahrradtaschen dran, sondern du sagst, das sei einfach nur eine große Reisetasche in Form eines Fahrrads (ein Designerstück, wenn näher nachgefragt wird).
Denn das übliche Reisegepäck, und Taschen gehören ja nun mal dazu (auch die großen Exemplare), sollte wohl auch in spanischen Zügen niemanden stören.
Und auch den Regen betreffend möchte ich dir einen Ratschlag auf den Weg geben. Du hast doch zwei Hände zum Radfahren. Wirklich brauchen tust du nur eine davon („brauchen tust du“, was für ein Deutsch…). Eine Hand kannst du sicherlich entbehren. In jene nimmst du einen Regenschirm und *schwupps* trocken.
Ist doch alles ganz einfach.
Na dann noch viel Spaß in Málaga!
Von: Arvid am 22. August 2007
um 6:00
mensch, mensch sandro. dat hört sich ja alles toll an…sach mal, kommt in „die räuber“ von schiller nicht „die bürgschaft“ vor?
drück dich
Von: steffi am 23. August 2007
um 4:02
nee. In die Raueber kommt glaube ich die Buergschaft nicht vor. Vielleicht was anderes?
Von: sundawn am 27. August 2007
um 5:37